Bouldern
Bouldern ist eine dynamische und herausfordernde Kletterdisziplin, bei der auf Absprunghöhe (meist bis zu 4-5 Metern) ohne Seil geklettert wird. Der Fokus liegt auf kurzen, intensiven Routen, sogenannten “Bouldern”, die sowohl Kraft als auch Technik erfordern.
Was ist Bouldern?
Beim Bouldern handelt es sich um das Klettern an Felsblöcken oder künstlichen Kletterwänden in geringer Höhe. Statt eines Klettergurtes oder Seils schützt man sich durch weiche Matten am Boden, sogenannte Crashpads. Dies macht das Bouldern zu einer besonders zugänglichen Sportart – ohne aufwendige Ausrüstung oder große Vorbereitung.
Das Ziel ist es, die Herausforderungen der verschiedenen Boulder-Routen zu meistern, die sich durch unterschiedliche Schwierigkeitsgrade und Bewegungsabläufe auszeichnen.

Techniken beim Bouldern
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Körperspannung: Eine gute Körperkontrolle ist entscheidend. Der Schwerpunkt sollte stets möglichst nah an der Wand gehalten werden, um Stabilität zu bewahren.
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Fußtechnik: Effizientes Klettern beginnt bei den Füßen. Die richtige Platzierung der Füße und der bewusste Einsatz kleiner Tritte entlastet die Arme und ermöglicht präzise Bewegungen.
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Dynamik vs. Statik: Manche Züge erfordern kraftvolle, dynamische Bewegungen, bei denen man förmlich von Griff zu Griff “springt”. Andere Routen wiederum setzen auf langsame, kontrollierte Bewegungen, bei denen statische Kraft gefragt ist.
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Balance: Ein zentrales Element ist die Balance. Oft geht es darum, das Körpergewicht optimal zu verlagern, um stabil zu stehen und nicht unnötig viel Kraft in den Armen zu verbrauchen.
Tipps
für den
Einstieg
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Beginne mit einfachen Routen: Auch wenn die Herausforderung lockt – starte mit leichten Routen (meist in den Farben Weiß, Gelb oder Blau markiert). So lernst du die grundlegenden Bewegungen und entwickelst ein Gefühl für die Wand.
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Vertraue deinen Füßen: Es ist verlockend, sich hauptsächlich auf die Arme zu verlassen. Doch gerade für Einsteiger ist es wichtig, die Füße aktiv einzusetzen, um die Arme zu entlasten.
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Analysiere den Boulder: Bevor du loskletterst, schau dir die Route genau an. Welche Griffe kannst du nutzen? Wo könnte dein Schwerpunkt liegen? Eine gute Planung ist der halbe Erfolg.
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Klettere regelmäßig und übe Technik: Kraft ist wichtig, aber Technik ist entscheidend. Übe verschiedene Bewegungen und versuche, effizient zu klettern, anstatt nur mit roher Kraft.
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Verletzungsprävention: Wärm dich gut auf und trainiere regelmäßig deine Finger- und Schultergelenke, um Verletzungen vorzubeugen. Auch das Dehnen nach dem Bouldern hilft, Verspannungen zu lösen.